Desktop-GIS mit ArcView

Auf dieser Website finden Sie die Softwaremodule der ECOGIS Geomatics für Anwender des Desktop-Geoinformationssystems ArcView GIS von ESRI. Systemvoraussetzung ist für jede Anwendung ein Windows-Rechner mit einer Installation von ArcView 3.0a oder höher (nicht ArcView 8/9). Beachten Sie bitte, dass in Einzelfällen zusätzliche Systemvoraussetzungen angegeben sind. Klicken Sie auf den Namen des Softwaremoduls, um zur entsprechenden Produktseite zu gelangen.

Produkt
Beschreibung
Zielgruppen
CAD2Shapes CAD2Shapes ist eine ArcView-Erweiterung, mit der Sie alle Layer aus CAD-Grafiken in Einzelshapes umwandeln können (unter Umständen können das ziemlich viele sein). Die Benennung erfolgt nach dem Layernamen. Behörden, Kommunen sowie Planungs- und Ingenieurbüros, die mit CAD-Daten Berührung haben
Forst.avx Forst.avx ist eine ArcView-Erweiterung, die einige Symbole für die Erstellung von Forstbetriebskarten mit ArcView GIS installiert. Insbesondere stellt Forst.avx einige asymmetrische Liniensymbole (Sommerwege, Rückegassen etc.) für die Verwendung in ArcView zur Verfügung.
Forstwirtschaftsbüros, die mit ArcView digitale Forstbetriebskarten erstellen wollen
Frame Extension
Frame Extension ist eine ArcView-Erweiterung, mit deren Hilfe Sie in ArcView einen Kartenrahmen direkt in Ihrem View erstellen und frei konfigurieren können. Dies erleichtert das Erstellen von Kartenlayouts, insbesondere wenn Sie einen exakt vorgegebenen Bereich (mit genauen Eck-Koordinaten) darstellen wollen.
Planungs- und Ingenieurbüros, die präzise vorgegebene Kartenlayouts darstellen wollen
Grid Machine Grid Machine ist eine ArcView-Erweiterung zur Arbeit mit multiplen Grids. Sowohl einfache Operationen (wie Exportieren in ASCII-, Surfer-, dBASE- und andere Formate, Konvertieren in Punkt-, Linien- oder Polygonshapes oder Umbenennen) als auch mit Spatial Analyst auch für einzelne Grids nicht vergesehene Operationen (wie statistische Analysen, Ermittlung von Extremen, Georeferenzierung etc.) werden mit Hilfe von Grid Machine ein Kinderspiel.
Zusätzliche Systemvoraussetzung: Spatial Analyst.
Forschungseinrichtungen, Hochschulen, (Rück-)Versicherungen, Planungs-, Ingenieur- und Umweltbüros, Bundeseinrichtungen; alle Anwender, die mit großen Rasterdatenmengen in ArcView konfrontiert sind
Polytool Polytool ist eine ArcView-Erweiterung, die einige erweiterte Funktionen zur Arbeit mit Polygonen und Polylinien bietet. Sie können u.a. Polygone nach genauen Relationen teilen, Bezierkurven erstellen, Mittellinien bilden und Rechtecke sowie Kreise aus drei Punkten bilden.
Kommunen, Planungs-, Ingenieur- und Umweltbüros; alle Anwender, die mit anspruchsvollen Digitalisierungen (z.B. Erfassung von Straßenachsen, Dachflächen etc.) beschäftigt sind.
Visibility Analyst
Visibility Analyst ist eine Erweiterung für ArcView GIS zur Durchführung und Automatisierung von Sichtbarkeitsanalysen.
Zusätzliche Systemvoraussetzung: Spatial Analyst.

Umwelt- und Planungsbüros, Energieversorger, Windkraft-Projektierer

Weitere ArcView-Erweiterungen und andere (freie) Software finden Sie auch auf der Download-Site.
Preise für die hier aufgelistete Software finden Sie in unserem Online-Shop.

Warum entwickeln wir nach wie vor für ArcView 3, obwohl es doch ArcView 9 gibt?


ArcGIS wird zwar von ESRI als Nachfolgeprodukt von ArcView 3 bezeichnet, ist aber tatsächlich eine völlig andere Softwareentwicklung. Die beiden Produkte haben wenig gemeinsam, und Ihre Funktionen können sich nicht gegenseitig substituieren. ArcGIS hat gegenüber ArcView 3 in der Tat einige Stärken, insbesondere hinsichtlich der Erstellung thematischer Karten. Auch sind die CAD-Funktionen ausgebaut und die Netzwerkfähigkeit durch die Personal Geodatabase und die Möglichkeit der Nutzung von Geodatenbanken im Internet  verbessert (allerdings sind einige elementare Netzwerkfunktionen wie z.B. der Schreibzugriff auf eine Geodatabase nur mit der sehr viel teureren ArcEditor-Lizenz möglich und daher für die meisten Anwender nicht verfügbar). Im Bereich der Funktionalitäten zur Raumanalyse bietet ArcGIS jedoch kaum neue Möglichkeiten und kann ArcView 3 seine Rolle als eines der umfassendsten, vielseitigsten und verbreitetsten Desktop GIS-Applikationen nicht streitig machen. Tatsächlich ist ArcView 3 nach wie vor in vielerlei Hinsicht dem "Nachfolger" ArcView 9 weit überlegen:

- Es benötigt weitaus geringere Systemressourcen als ArcGIS
- Sie können auf jedem ArcView-Rechner ohne die Installation einer zusätzlichen Entwicklungsumgebung interaktive Projekte erstellen
- Sie haben ein weites Feld an freien Softwareerweiterungen, Tutorials und Support zur Verfügung
- Durch Benutzer-Erweiterungen und die objektorientierte Programmierumgebung Avenue haben Sie die Möglichkeit, Funktionen, die eigentlich dem "großen Bruder" PC Arc/INFO vorbehalten sind, auch in ArcView nutzbar zu machen. Dies ist unter ArcGIS durch die ausgefeilte Lizenzierungspolitik der Firma ESRI nicht mehr möglich.
- ArcView 3-Projekte sind - bis auf einige wenige ganz ausgefallene Avenue-Funktionen - auf- und abwärtskompatibel, d.h. Sie können Daten, Projekte und Erweiterungen zwischen allen Versionen zwischen ArcView 3.0 und ArcView 3.3 austauschen. Eine vergleichbare Kompatibilität besteht nicht einmal zwischen den ArcGis-Versionen ArcView 8 und 9.
- ArcView 3 nutzt nicht die Windows-API, ist daher ausgesprochen stabil und reißt auch bei einem Absturz niemals das ganze System mit in den Abgrund
- Die einzelnen Komponenten (z.B. Projektdateien, Legenden, Symbolpaletten, Erweiterungen) sind auf Basis von textbsierten Objektdatenbanken (ODB-Dateien) aufgebaut, die mit einem Texteditor bearbeitet werden können. Somit bestehen im Falle von Problemen weitaus größere Möglichkeiten zur Wiederherstellung von Daten und Software.
- ArcView hat ein Multiple Document Interface (MDI), mit dem Sie beliebig viele Views und Layouts in einer Projektdatei bearbeiten können. Damit haben Sie alle Möglichkeiten, umfangreiche Projekte frei und übersichtlich zu konfigurieren. ArcGIS ist für die Erstellung von Karten sowie zur Nutzung als Client in Netzwerken optimiert worden und bietet nur die Möglichkeit, ein einziges (!) View mit dazugehörigem Layout zu bearbeiten.
- Für einige elementare GIS-Funktionalitäten wie Konvertierungen zwischen Features und Shapes, viele Geoprocessing- und Analysefunktionen sowie Filter für viele Datenformate (z.B. CAD-Export, Coverage-Import), die unter ArcView entweder im Basisprogramm oder einfach mit Hilfe kostenfreier Benutzer-Erweiterungen verfügbar sind, benötigen Sie unter ArcGIS die gegenüber ArcView 9 um ein Vielfaches teurere ArcInfo 9-Lizenz.

Fazit: Im Gegensatz zu ArcView 3 ist ArcGIS modular aufgebaut. Die einzelnen Module ArcView, ArcEditor und ArcInfo bieten dem Anwender einen unterschiedlichen Funktionsumfang. ArcView 9 ist in diesem Lizenzmodell lediglich ein Einsteigerprodukt, dem etliche Basisfunktionen fehlen. Um mit ArcGIS sämtliche Funktionen zur Raumanalyse nutzen zu können, die Ihnen ArcView 3 bietet, reicht nicht einmal die ArcEditor-Lizenz aus: Sie müssen schon eine Lizenz für ArcInfo 9 erwerben, für einen Preis, der den von ArcView 3 um mehr als das 30-fache übersteigt. Von einer Vergleichbarkeit der Produkte ArcView GIS und ArcGIS kann daher nicht die Rede sein. Wir empfehlen allen Kunden den Erwerb von ArcView GIS 3, das wir Ihnen gerne - wenn Sie bestimmte Schlüsselfunktionalitäten vermissen, die Ihnen ArcGIS bietet - in der Weise adaptieren, dass es für Ihre Anforderungen optimal zugeschnitten ist.

URL: http://www.ecogis.de/desktopgis_de.html
English: http://www.ecogis.de/desktopgis.html

Homepage: http://www.ecogis.de
English: http://www.ecogis.net/

last edited: Johannes Weigel, Apr. 27, 2005